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Tierarztpraxis Dr. Anja Seefeldt Zur alten Mühle 14 21244 Buchholz-Dibbersen Tel. 04181/9408161 |
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Inhaltsverzeichnis: Berechnung der optimalen Wachstumskurve Streßarme
Tierarztbesuche Parasitenkontrolle (Würmer, Flöhe, Zecken) Hunde und Katzen sollten min. 4 mal pro Jahr entwurmt werden. Dies gilt auch für reine Wohnungskatzen. In neuen Untersuchungen wurde nämlich festgestellt, daß auch Katzen ohne Freigang zu einem hohen Prozentsatz verwurmt sind. Hunde, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Kontakt mit Eiern des Fuchsbandwurmes haben können (z.B. Jagdhunde) sollten sogar noch häufiger entwurmt werden. Für den Menschen ist nämlich die Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm sehr gefährlich. In Ergänzung dazu sollte konsequent eine Flohbekämpfung durchgeführt werden. Denn Flöhe belästigen nicht nur die Tiere und saugen Blut, sondern sorgen auch für die Übertragung einer Bandwurmart. Mit dem Klimawandel dehnt sich die Flohaktivität zunehmend auch in den Winter hinein aus. In den letzten Jahren konnte man besonders im Oktober/November richtige Plagen erleben. Also empfiehlt es sich, entsprechende Präparate ganzjahrig anzuwenden. Bei Zecken wiederum besteht die größte Gefahr in der Übertragung von diversen Krankheitserregern, die oft nicht eleminierbar sind. D.h. die Krankheiten können zwar durch Medikamente m.o.w. behandelt werden, die Erreger leben jedoch im Körper weiter und können früher oder später für einen neuen Krankheitsschub sorgen. Daher sollte ein Präparat gegen Zecken verwendet werden, daß sie sowohl von einem Verbleib auf dem Tier abschreckt, als auch die Zecken abtötet. Leider ist die Auswahl der Wirkstoffe bei Katzen stark eingeschränkt, weil sie viele Medikamente nicht vertragen. Es muß davor gewarnt werden, Präparate für den Hund bei Katzen anzuwenden, weil dies tödlich enden kann! In unserer Praxis beraten wir Sie gern über die verschiedenen Produkte. Hunde: Alle
Hunde sollten regelmäßig gegen Tollwut, Staupe,
Leptospirose, Hepatitis und Parvovirose geimpft werden. Nach den
neuesten Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission des bpt
können bei einigen Krankheiten zwischen den Impfungen 2-3 Jahre liegen. Dies hängt aber vom verwendeten Impfstoff (Herstellervorgaben) ab. In unserer Praxis wird ein Impfstoff benutzt, bei dem diese längeren Abstände möglich sind. Warum sollte man überhaupt impfen? Die oben genannten Krankheiten enden fast immer tödlich, auch trotz Behandlung. Durch den zunehmenden Reiseverkehr von Tieren (Mitnahme in den Auslandsurlaub, "Import" von Tieren z.B. aus Mittelmeerländern) werden diese Krankheiten hier wieder häufiger angetroffen. Wenn ein hoher Prozentsatz an ungeimpften Tieren vorhanden ist, kann es zu regelrechten Seuchenzügen kommen. Um dieser Gefahr vorzubeugen, sollten Sie Ihre eigenen Lieblinge impfen und auch Bekannte und Freunde dazu auffordern. Zusätzlich zu den oben genannten Krankheiten gibt es noch weitere Impfstoffe, die in speziellen Fällen nützlich sind: Zwingerhusten: Wenn Ihr Hund in die Hundeschule/ Hundeverein geht oder den Urlaub in einer Pension verbringt, sollte er rechtzeitig geschützt werden. Zwingerhusten breitet sich dort bevorzugt aus, wo viele Hunde in einem engen Kontakt stehen. Borreliose: Diese Erkrankung wird durch Zecken übertragen. Über die Wirksamkeit der Impfung wird kontrovers diskutiert, weil es verschiedene Borrelien-Arten gibt, der Impfstoff aber nur gegen eine Art wirkt. Leider gibt es unterschiedliche Angaben darüber, wie häufig die norddeutschen Zecken mit genau dieser Borrelienart infiziert sind. Außerdem soll nach neueren Untersuchungen eine gewisse Kreuzimmunität vorhanden sein. D.h., daß die Hunde auch ein bischen gegen Infektionen mit "falschen" Borrelienarten geschützt sind. Nach neuesten Informationen sollen diese anderen Borrelienarten aber keine Krankheitserscheinungen auslösen. Auf jeden Fall sollte bei jedem Hund vor der Erstimpfung getestet werden, ob er bereits mit Borrelien infiziert ist. Wenn in solchen Fällen geimpft wird, kann es zu Gelenkserkrankungen kommen. Auch bei geimpften Hunden sollte konsequent eine Prophylaxe gegen Zecken betrieben werden (s. Parasitenkontrolle), weil die Zecken auch diverse andere Krankheiten übertragen können, für die kein Impfstoff zur Verfügung steht. Katzen: Alle
Katzen sollten gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche
geimpft werden. Auch Wohnungskatzen sind gefährdet, weil
Menschen
die Erreger mit Schuhen oder Kleidung in die Wohnung schleppen
können. Auch scheinbar gesunde Katzen können
empfängliche Tiere mit Katzenschnupfen infizieren. Im
Gegensatz
zum menschlichen Schnupfen ist Katzenschnupfen eine sehr ernste
Erkrankung. Die Katzenseuche kann innerhalb von wenigen Tagen zum Tode
führen, auch trotz Therapie.
Katzen mit Freigang sollten auf jeden Fall gegen Tollwut geimpft werden. Außerdem kann es je nach Wohngebiet (Katzendichte) sinnvoll sein, zusätzlich gegen Leukose und "FIP" zu impfen (vor der Erstimpfung sollte getest werden, ob die Katze bereits infiziert ist). Beide Erkrankungen enden früher oder später tödlich. Die besondere Gefahr besteht darin, daß die Erreger auch auf andere Katzen übertragen werden können. Viele Besitzer wissen gar nicht, daß ihre Katze infiziert ist und diese kann somit die Erkrankung weiterverbreiten. Kaninchen: Es sollten möglichst alle Kaninchen gegen RHD (auch als Chinaseuche bekannt) und Myxomatose geimpft werden. Beide Erkrankungen enden i.d.R. tödlich. In einigen Fällen überleben Kaninchen eine Myxomatose. Sie stellen dann aber eine lebenslange Infektionsquelle für andere Kaninchen dar. Wildkaninchen sind ein Reservoir für diese Krankheiten. Übertragen werden können sie durch direkten Kontakt, Gegenstände (auch Grünfutter) und stechende Insekten. Insofern ist es besonders wichtig, daß die Kaninchen im Sommerhalbjahr gut geschützt sind. Gegen Myxomatose sollte in jedem Fall nicht nur im Frühjahr, sondern auch im Herbst geimpft werden. Bei RHD reicht eine jährliche Impfung meistens aus. |
Weitere Informationen über Parasiten (z.B. Gefahr für den Menschen) erhalten Sie beispielsweise hier: www.parasitenfrei.de |
| Vorsorgeuntersuchungen Sie
sind für Ihre Tiere genauso
wichtig wie Ihre eigenen oder die Inspektion Ihres Autos. Zwei
Zeitabschnitte sind besonders kritisch: die Jugend und das
Alter.
Vorsorgeuntersuchungen bei Jungtieren: Abgesehen von den Checks bei den Impfungen ist es sinnvoll, mindestens eine weitere Kontrolle beim Zahnwechsel (mit ca. 6 Monaten) durchführen zu lassen. So können Probleme (z.B. Nicht-Ausfallen von Milchzähnen, Fehlstellungen der bleibenden Zähne) rechtzeitig erkannt und beseitigt werden. In dieser Phase ist das Wachstum der Kiefer stark beeinflußbar, was schnell zu dauerhaften Schwierigkeiten führen kann. Andererseits führt eine entsprechende Behandlung aber auch rasch zu einem normalen Gebiß. Werden hingegen keine Maßnahmen ergriffen, hat das Tier möglicherweise sein Leben lang mit Problemen zu kämpfen (z.B. starke Zahnsteinbildung oder dauernde Schmerzen und Entzündungen durch das Einbeißen von fehlgestellten Zähnen in das gegenüberliegende Zahnfleisch) Vorsorgeuntersuchungen bei Senioren: Ähnlich wie wir werden auch unsere Tiere heute älter als früher. Somit treten auch mehr "Zipperlein" und ernsthafte Erkrankungen auf, z.B. Verschleißerscheinungen an den Organen oder Stoffwechselveränderungen. Inzwischen besteht die Möglichkeit, viele Alterserkrankungen zu behandeln oder zumindest den Verlauf zu verzögern. Ein erster Schritt ist ein (halb-) jährlicher Check, der über die Allgemeinuntersuchung bei der Impfung hinausgeht. Dies könnte z.B. eine regelmäßige Blutuntersuchung sein. Oder auch eine Ultraschalluntersuchung der Prostata bei Rüden. Einige wissenschaftliche Untersuchungen konnten bei fast 100 % der Rüden über 8 Jahre eine vergrößerte Prostata feststellen. In schweren Fällen führt dies zu Kotverhalten, blutigem Harn und Schmerzen. Warum so lange warten? Wenn Sie wissen, daß auch Ihr Rüde von einer Vergrößerung betroffen ist, fallen bereits die ersten Symptome (z.B. abgeflachter Kot, längeres Pressen) ins Auge und eine Behandlung kann eingeleitet werden. Wann fängt das "Alter" überhaupt an? Wegen der unterschiedlichen Lebensdauern kann man pauschal rechnen, daß ein Tier das Seniorenalter erreicht hat, wenn zwei Drittel der durchschnittlichen Lebenserwartung seiner Rasse vorüber sind. Und das geht schneller als man denkt! Überlegen Sie doch mal, wie alt Ihr Tier "gefühlt" ist, und dann schauen Sie im Impfpaß nach dem wirklichen Alter. |
![]() Im
Ultraschallbild (hier ein Querschnitt) kann nicht nur die
Größe der Prostata gemessen werden, sondern man hat
auch
Informationen darüber, ob z.B. Zysten vorhanden sind.
(Der Pfeil zeigt auf die schmetterlingsförmige Prostata). |
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| Kastration a) Katzen: Bei
Katzen dient eine Kastration nicht nur der wichtigen Verhinderung
der Fortpflanzung, sondern sorgt auch i.d.R. für eine
Verbesserung
der Lebensqualität:
Kastrierte Kater sind standorttreuer und somit weniger gefährdet, überfahren oder erschossen zu werden. Außerdem kommt es viel seltener zu Kämpfen, die meistens stark infizierte Wunden hinterlassen. Dadurch kann es zusätzlich zu einer Keimverschleppung im Körper (mit Schädigung der inneren Organe) oder darüber hinaus zu einer Ansteckung mit der tötlichen FIV (Katzen-AIDS) kommen. Kätzinnen ohne Katerkontakt (Wohnungshaltung) entwickeln oft Zysten an den Eierstöcken und werden dauerrollig, was auch eine psychische Belastung für Besitzer UND Katze darstellt. Durch medikamentelle Rolligkeitsunterdrückung oder durch Keimeinschleppung beim Deckakt (bei sterilisierten Katzen, die ja weiterhin rollig werden) kann leicht eine Gebärmutterentzündung entstehen. Wann sollte die Kastration erfolgen? Kätzinnen werden ca. mit 4-5 Monaten geschlechtsreif (jahreszeitabhängig). Die OP sollte entweder vor der ersten Rolligkeit oder zwischen zwei Rolligkeiten erfolgen. Kater sollten mit ca. 6 Monaten kastriert werden, weil sie mit der Geschlechtsreife beginnen, ihr Revier (z.B. Ihre Wohnung) mit Urin zu markieren. Falls sie dieses Verhalten sich schon längere Zeit zeigen, behalten sie es nämlich auch nach der Kastration bei. b) Hunde: In
Deutschland werden
deutlich weniger Hunde kastriert als beispielsweise in den USA. Aber
auch bei uns spielt unerwünschte Fortpflanzung eine wichtige
Rolle: Wie leicht passiert es, daß eine läufige
Hündin
durch eine Tür entwischt oder sich aus dem Halsband windet.
Und
nur die wenigsten Leute haben die Zeit, den Platz und das Wissen,
Welpen so aufzuziehen, daß sie für ihre neuen
Besitzer 15
Jahre lang eine ungetrübte Freude darstellen.
Außerdem ist
es ein Ammenmärchen,
daß eine Hündin gesünder ist, wenn sie
einmal Junge
gehabt hat. Auch psychisch sind keine Probleme bei "kinderlosen"
Hündinnen zu erwarten. Im Gegenteil kommt es sogar bei
früh-kastrierten Hündinnen (bis spätestens
zur dritten
Läufigkeit) seltener zu Gesäugetumoren.
Die Kastration von Rüden wird meistens durchgeführt, weil ein Pärchen zusammen lebt oder weil man sich eine Verhaltensänderung erhofft. Gerade dieser Punkt sorgt aber häufig für Enttäuschungen, weil ein großer Teil des Verhaltens erlernt ist. Neuerdings besteht aber die Möglichkeit, Rüden chemisch zu kastrieren (Wirkungsdauer ca. 200 Tage). Sofern die Besitzer zufrieden sind, können daraufhin weiterhin Implantate verabreicht werden, oder der Rüde wird dann chirurgisch kastriert. Eine chemische Kastration stellt auch eine Lösung für Hunde dar, bei denen ein hohes Narkoserisiko besteht. |
Übrigens: Wie heißt es: Kastration oder Sterilisation? Entgegen landläufiger Meinung bezeichnet nicht das eine die OP beim männlichen, das andere die beim weiblichen Tier, sondern bei einer Kastration werden die Keimdrüsen (also Eierstöcke bzw. Hoden) entfernt. Bei einer Sterilisation wird nur der "ableitende Weg" unterbunden. D.h. es würden weiterhin z.B. Läufigkeiten auftreten. |
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| Berechnung
der optimalen Wachstumskurve So, Sie haben nun gerade einen Hundewelpen gekauft. Der Züchter hat Ihnen gesagt, daß Sie darauf achten sollten, daß der Hund nicht zu dick ist. Das möchten Sie auch gerne verhindern, um die Gefahr von Störungen des Bewegungsapparates (z.B. HD) möglichst gering zu halten. Nur: Es ist oft schwierig, die ausreichende Futtermenge abzuschätzen. Außerdem reicht es ja auch nicht, nur das Dick-Werden zu verhindern. Viele Junghunde setzen das Zuviel an Energie sofort in Wachstum um. Dadurch sind sie zwar schlank, aber trotzdem zu schwer. Und den Gelenken ist es egal, ob sie diese Zusatz-Pfunde als Fett oder als Knochen und Muskeln herumschleppen. Unterstützung können Sie durch die Berechnung einer optimalen (im Sinne von gesund) Gewichtszunahmekurve erhalten. Mit einer Software wird anhand von mehreren Informationen (Rasse und Geschlecht des Welpen, Gewichte der Eltern im schlanken Zustand und ggf Einschätzung, welchem Typ der Hund entspricht) die Gewichtskurve im Alter von 8-52 Wochen errechnet. Die errechnete Kurve stellt das jeweilige Maximalgewicht da. D.h. das tatsächliche Gewicht des Hundes soll auf oder unter dieser Kurve liegen. Da mit dem Programm nur die Gewichtskurve berechnet wird, eignet sie sich sowohl für Hunde, die Fertigfutter bekommen als auch für selbstbekochte/ gebarfte Hunde. Natürlich kann die Einhaltung des optimalen Gewichtes nicht garantieren, daß der Hund einen gesunden Bewegungsapparat hat. Aber die Chancen darauf sind sicher besser als bei einem Schwergewicht.
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