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Tierarztpraxis Dr. Anja Seefeldt Zur alten Mühle 14 21244 Buchholz-Dibbersen Tel. 04181/9408161 |
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Inhaltsverzeichnis: -Allgemeines --Gentests -Hund --Deckzeitpunktbestimmung --Trächtigkeitsuntersuchung --Samenübertragung --Zuchttauglichkeitsuntersuchung --Samengewinnung und -konservierung -Katze --Trächtigkeitsuntersuchung Allgemeines Gentests Für
viele Tierarten stehen
Gentests zur Verfügung. Zum einen können damit
bestimmte
Krankheiten diagnostiziert werden, zum anderen geht es einfach um
gewisse Eigenschaften, wie z.B. Fellfarben. Gentests bieten den
Vorteil, daß man bereits bei Jungtieren feststellen kann, ob
ein
bestimmtes Merkmal vorhanden ist. Gerade bei Krankheiten, die erst in
einem höheren Lebensalter auftreten, ist dies besonders
wichtig,
weil sich sonst die Tiere schon mehr oder weniger lange fortgepflanzt
haben. I.d.R. wird Blut als Untersuchungsmaterial verwendet. Im
Gegensatz zu Schleimhautabstrichen aus dem Maul oder Haarproben besteht
keine Verunreinigungsgefahr durch Genmaterial von anderen Tieren (oder
Menschen). Allerdings gibt es bestimmte Gentests, die in Deutschland
bisher nicht verfügbar sind. Ein Transport von
Einzelblutproben
z.B. in die USA ist relativ aufwendig und auch teuer. Wenn man nicht
mehrere
Proben gesammelt schicken kann, sollte geprüft
werden, ob
anderes Material (z.B. Haare) verwendet werden kann. Dies kann ich ggf.
gerne für Sie klären. Zur nähreren
Erläuterung,
weshalb ein Gentest für die Zuchtplanung interessant sein
kann,
können Sie folgenden Artikel anklicken:
Gentests in
der Tierzucht - ein Fortschritt?Hund Deckzeitpunktbestimmung Während
der meist 3 Wochen dauernden Läufigkeit ist eine
Hündin
i.d.R. über ca. eine Woche deckbereit. Dies fällt
fast immer
auch mit der Zeit zusammen, die für eine nachfolgende
Befruchtung
der Eizellen gut geeignet ist. Es gibt aber auch Ausnahmen: Einige
Hündinnen lassen sich fast während der ganzen
Läufigkeit, einige nur für Stunden decken. Auch wenn
die
Möglichkeit besteht, so ist es trotzdem nicht
sinnvoll, Rüde und Hündin während der
kompletten Zeit
zusammenzulassen. Der Rüde würde die Hündin
sehr
häufig decken, was stets zu einer Keimbelastung der
Hündin
führt. Außerdem nimmt die Samendichte des Ejakulates
durch
häufiges Decken schnell ab. Somit kann es sein, daß
zum
optimalen Zeitpunkt nicht mehr genügend Spermien abgegeben
werden.
TrächtigkeitsuntersuchungDie tierärztliche Deckzeitpunktbestimmung bietet folgende Vorteile: - Bei der Untersuchung wird gleichzeitig festgestellt, ob die Hündin gesund ist. - Der Besitzer kann sicher sein, daß ein Eisprung stattgefunden hat, weil die Untersuchung bis zu diesem Zeitpunkt fortgeführt wird. - Der optimale Deckzeitpunkt wird bestimmt. Er liegt 1-3 Tage nach dem Eisprung, weil die Eizellen noch 2 Tage zur Reifung brauchen. Durchführung der Untersuchung: - Beurteilung des Zustandes der äußeren Geschlechtsorgane - Betrachtung der Scheidenschleimhaut und gleichzeitige Entnahme von Abstrichen. Bei der ersten Untersuchung wird eine Tupferprobe mikrobiologisch untersucht, um festzustellen, ob krankmachende Keime in der Scheide vorhanden sind. Bei jeder Untersuchung wird mit einem Tupfer Zellmaterial gewonnen. Dieses wird unter dem Mikroskop untersucht. Bei der Hündin (und bei der Katze) zeigen sich je nach Zyklusstadium deutliche Unterschiede im Zellbild. Daher ist dieses sehr gut geeignet, um das Fortschreiten der Läufigkeit zu beurteilen. - Wenn das Aussehen der Scheidenschleimhaut und des Zellbildes daraufhindeuten, daß der Eisprung in absehbarer Zeit stattfinden wird, wird begonnen, im Blut das Hormon Progesteron zu messen. Seine Konzentration steigt einige Tage vor dem Eisprung an und dient daher als Marker. Die Messung kann auf zwei Wegen geschehen: Zum einen kann das Blut an ein Labor geschickt werden, das daraufhin den genauen Wert gestimmt. Zum anderen kann eine semiquantitative Messung durchgeführt werden (direkt in der Praxis). Dabei kann aber nur der Bereich angegeben werden, in der sich die Progesteronkonzentration befindet, ist also ungenauer. Die Abstände zwischen den Untersuchungen richten sich nach den Befunden (meistens alle 3 Tage, kann aber auch mal eine Woche sein). Die erste Untersuchung sollte innerhalb von 3 Tagen nach dem ersten Auftreten von blutigem Läufigkeitssekret durchgeführt werden. Dann hat man auch bei Hündinnen, bei denen der Eisprung sehr früh in der Läufigkeit stattfindet, genug Zeit, um das Ergebnis der mikrobiologischen Tupferprobe zu erhalten und, falls notwendig, eine entsprechende Therapie zu beginnen. Zusätzlich zur "Standard-Deckzeitpunktbestimmung" kann es sinnvoll sein, eine Untersuchung der Geschlechtsorgane mittels Ultraschall durchzuführen. Hiermit kann beispielsweise der Zustand der Eierstöcke und der Gebärmutter bestimmt werden. Optimalerweise
wird die Trächtigkeitsuntersuchung mittels Ultraschall beim
Hund ca. 25 Tage nach dem Eispung durchgeführt. Wenn dieser
Termin nicht bekannt ist, ist der 28. Tag nach der Bedeckung meist gut
geeignet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Fruchtanlagen so groß,
daß sie i.d.R. gut sichtbar sind, aber noch so klein,
daß die Anzahl der Fruchtanlagen bestimmbar ist.
Außerdem ist bereits bei den Embryonen das schlagende Herz zu
sehen.
Zuchttauglichkeitsuntersuchung
Rüde
Warum sollte überhaupt eine Trächtigkeitsuntersuchung durchgeführt werden? 1. Die Fütterung der Hündin kann je nach Resultat angepaßt werden. 2. Falls die Hündin nicht tragend ist, können zu diesem Zeitpunkt Untersuchungen durchgeführt werden, um die mögliche Ursache herauszufinden. Wenn man wartet, ob das Tier wirft oder nicht, ist es für diese Untersuchungen erst einmal zu spät. 3. Mit der Untersuchung wird gleichzeitig die Vitalität der Früchte überprüft. Falls sich Probleme andeuten (z.B. viele Resorptionen), kann die Hündin engmaschig weiter überwacht werden, bzw. rechtzeitig eine Therapie eingeleitet werden. Samenübertragung Rüdensperma kann auf verschiedene Arten konserviert werden (s. Spermakonservierung). Die Übertragung auf die Hündin erfolgt je nachdem unterschiedlich. Bei allen Verfahrensweisen steht an erster Stelle die Bestimmung des richtigen Besamungszeitpunktes. Er wird analog zur Deckzeitpunktbestimmung festgestellt (s. dort). Bei nativem und flüssig-konserviertem Sperma kann die Samenablage in der vorderen Scheide mittels Besamungskatheter erfolgen. Bei Tiefgefriersperma muß der Samen in der Gebärmutter deponiert werden. Die Überwindung des Muttermundes ist bei der Hündin schwierig und erfordert den Einsatz eines Endoskopes. Eine Besamung kann sinnvoll sein, wenn eine lange Anfahrt zum Rüden erforderlich ist (z.B. Ausland) oder ein natürlicher Deckakt nicht möglich ist. In diesem Fall sollte aber nur dann besamt werden, wenn sicher ist, daß das Unvermögen nicht angeboren ist (z.B. aufgrund eines Unfalls). Sie
beeinhaltet u.a. die Untersuchung der Geschlechtsorgane sowie eine
Samenentnahme. Das gewonnene Sperma wird anschließend auf
seine Qualität hin untersucht.
Wann sollte sie durchgeführt werden?
Samengewinnung und -konservierung Die Samengewinnung findet beim Rüden durch manuelle Stimulation in Anwesenheit einer läufigen Hündin statt. Auch wenn das Ejakulat für eine Besamung verwendet werden soll (gerade dann!), wird im Labor untersucht, ob es von guter Qualität ist. Für eine Besamung wird nur die spermienreiche Phase verwendet. Für Besamungen kann das Ejakulat in verschiedener Weise konserviert werden:
Der
Rüde
wird in Gegenwart der zu besamenden Hündin abgesamt. Die
spermienreiche Phase des Ejakulates wird sofort nach der
Laboruntersuchung ohne Zusätze versamt.
Der Rüde
wird in Gegenwart einer läufigen Hündin abgesamt.
Nach der
Samenentnahme und dem Laborcheck wird der spermienreichen Phase eine
Lösung zugesetzt, die dafür sorgt, daß die
Spermien
länger leben (Nährstoffe u.s.w.).
Anschließend wird
der verdünnte Samen auf 4°C gekühlt und bei
dieser
Temperatur verschickt. Die Hündin sollte innerhalb von 2-3
Tagen
besamt werden, weil ständig mehr Samenzellen absterben. D.h.
diese Methode beschränkt sich auf Distanzen zwischen den
Hunden,
die in kurzer Zeit überwunden werden können.
Optimalerweise
wird die Trächtigkeitsuntersuchung mittels Ultraschall bei der
Katze ca. 23 Tage nach dem Eispung durchgeführt. Wenn dieser
Termin nicht bekannt ist, ist der 24.-25. Tag nach der Bedeckung meist
gut
geeignet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Fruchtanlagen so groß,
daß sie i.d.R. gut sichtbar sind, aber noch so klein,
daß die Anzahl der Fruchtanlagen bestimmbar ist.
Außerdem ist bereits bei den Embryonen das schlagende Herz zu
sehen.
Warum sollte überhaupt eine Trächtigkeitsuntersuchung durchgeführt werden? 1. Die Fütterung der Katze kann je nach Resultat angepaßt werden. 2. Falls die Katze nicht tragend ist, können zu diesem Zeitpunkt Untersuchungen durchgeführt werden, um die mögliche Ursache herauszufinden. Wenn man wartet, ob das Tier wirft oder nicht, ist es für diese Untersuchungen erst einmal zu spät. 3. Mit der Untersuchung wird gleichzeitig die Vitalität der Früchte überprüft. Falls sich Probleme andeuten (z.B. viele Resorptionen), kann die Katze engmaschig weiter überwacht werden, bzw. rechtzeitig eine Therapie eingeleitet werden. Weitere Informationen für
Katzenzüchter befinden sich in Vorbereitung |
![]() Unter dem
Mikroskop wird der Scheidenabstrich hinsichtlich Zellaussehen und
Vorhandensein von Bakterien und Entzündungszellen untersucht.
![]() Vitale Fruchtanlage einer Hündin 29 Tage nach dem Eisprung
Achtung:
Falls Sie Sperma ins Ausland schicken wollen, müssen (von Land zu Land unterschiedliche) gesetzliche und zuchtverbandsinterne Regelungen beachtet werden. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig über Anforderungen in Gesundheits- attesten. (Z.T. werden Blutproben- entnahmen bereits vor der Samenentnahme gefordert.) Beachten Sie bitte außerdem, daß sich die Anforderungen von Zeit zu Zeit ändern. Daher ist es nicht möglich, die entsprechenden Attestvorlagen in der Praxis vorrätig zu haben. |